Die SOK wurde am 1. Juni 2006 von an der Sprache interessierten Persönlichkeiten gegründet und zählt heute Mitglieder aus verschiedensten Bereichen.
Sie organisiert Tagungen über Themen der Rechtschreibung und weist in zahlreichen Publikationen auf die Mängel der «amtlich» gültigen Rechtschreibung hin. Bei ihrer Gründung hat sie eine aus Sprachwissenschaftern und Sprachpraktikern zusammengesetzte Arbeitsgruppe eingesetzt, um Empfehlungen für eine einheitliche und sprachrichtige Rechtschreibung in der Schweiz und den anderen deutschsprachigen Ländern zu formulieren. Dies als Reaktion auf die unnötige, schlecht konzipierte und deshalb anschliessend völlig aus dem Ruder gelaufene Rechtschreibreform 1996 und die Verhinderung ihrer Korrektur 2004 und 2006. Die SOK hat sich inzwischen durch vielfältige Publikationen auch in den anderen deutschsprachigen Ländern einen Namen gemacht.
Topaktuell:
Heute, am 1. August 2026, feiert das gültige amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung sein 20jähriges «Jubiläum». Entgegen dem Eindruck, den der Rat seit Jahren zu vermitteln versucht, hat er an der deutschen Rechtschreibung seit 2006 nichts mehr geändert, insbesondere keine einzige der Reformregeln korrigiert oder zurückgenommen. Daran erinnert die SOK hier mit ihrem neuen
Blitz-und-Donner-Blatt 6 – Something is rotten in the state of Denmark.
Viel Vergnügen – und Ärger – bei der Lektüre!
Beachten Sie auch die untenstehenden Dokumente, und kommen Sie häufig auf diese Website zurück. In diesem Spätsommer und Herbst wird hier noch einiges geschehen!
Am 1. Juni 2026 feierte die SOK ihr 20jähriges Jubiläum. Dazu haben wir diverse Schriften, neue und bewährte, hochgeladen.
Die SOK-Trilogie:
1 Wegweiser
Unser bewährtes Hilfsmittel für eine einheitliche und sprachrichtige deutsche Rechtschreibung (4. Aufl., neu mit Indices)
2 Manifest
Zurück an den Start!
30 Jahre zeigen: Die Rechtschreibreform ist irreparabel (aktualisierte Ausgabe)
3 Analyse
Warum ist die Rechtschreibreform irreparabel? (aktualisierte Ausgabe).
Blitzblätter für Eilige:
Blitzblatt 1 – Der Rechtschreibskandal 1996/2006/2026: ein Überblick
Blitzblatt 2 – Welche Rechtschreibung ist einfacher zu lernen, die herkömmliche oder die sogenannte «neue»?
Blitzblatt 3 – Korrekturprogramme: in wichtigen Fällen völlig nutzlos!
Blitzblatt 4 – Neun Fragen an die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe
Blitzblatt 5 – Was spricht für die herkömmliche und gegen die heute gültige «amtliche» Rechtschreibung? Ausführliches Argumentarium.
Zum Jubiläum:
Medienmitteilung 1. Juni 2026
Grusswort des neuen Präsidenten
Die deutsche Rechtschreibung: ein Politikum
Die Rechtschreibung der deutschen Sprache ist nach wie vor weder einheitlich noch sprachrichtig, wie sie dies bis 1996 jahrzehntelang gewesen war. Die Politik hat 2006, nach zehn Jahren voll verheerender Fehler, weitere Änderungen, insbesondere substanzielle Korrekturen in den Reformbereichen, auf Jahre hinaus praktisch unmöglich gemacht. Warum sie diese Blockade errichtete, hat Anfang 2006 die ehemalige Präsidentin der deutschen Kultusministerkonferenz und nachmalige Bundesministerin für Bildung und Forschung im Kabinett Merkel, Johanna Wanka, offen ausgesprochen: «aus Gründen der Staatsräson», und das heisst im Klartext: aus der bekannten Hemmung vieler Politiker, eigene Fehler zuzugeben und durch mutige Taten zu beheben. Im vorliegenden Fall kamen zu dieser Hemmung noch zwei weitere – vom früheren bayerischen Kultusminister und langjährigen Vorsitzenden des Rats für deutsche Rechtschreibung, Hans Zehetmair, 2013 ebenfalls offen zugegebene – Faktoren dazu: der Mangel an Sachkenntnis und mangelndes Interesse. Die Intervention der Bildungsexekutive im Jahr 1996 hat die deutsche Rechtschreibung völlig unnötigerweise zu einem Politikum gemacht und der deutschen Sprache und der Gemeinschaft der 100 Millionen Deutschsprachigen grossen Schaden zugefügt.
Die Lage ist seit 2006 unverändert schlecht, worauf die SOK immer wieder hingewiesen hat. Diesen Sommer möchten wir vor allem die heutigen, jüngeren Politiker auf den Missstand aufmerksam machen mit der dringenden Bitte, ihren Teil dazu beizutragen, ihn zu beseitigen. Dreissig Jahre sind genug. Wir machen auch klar, dass die Überwindung des schädlichen Zustands nur gelingen kann, wenn alle 100 Millionen mitwirken können.
Schauen Sie sich also gerne auf unserer Website um, um uns besser kennenzulernen! Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen – und manchmal auch ein wenig Ärger oder mindestens Verwunderung über das, was in dieser unendlichen Geschichte alles schiefgelaufen ist. 😃
1. Juni 2026 Ihr SOK-Team