Horst Haider Munske: Ausgewählte sprachwissenschaftliche Schriften (1970‒2015)

Herausgegeben von Jinhee Lee, Fau University Press, Erlangen 2015, ISBN 978-3-944057-28-6

Horst Haider Munske war Mitglied der Reformkommission und trat aus, als er sah, was da angerichtet wurde. Er hatte einen Auftritt bei der ersten Versammlung der SOK. In seinen ausgewählten Schriften ist ein ganzer Abschnitt der Orthographie und der Reform gewidmet.

Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg

Urs Breitenstein zum Kopräsidenten gewählt

Urs Breitenstein7. November 2014

Die Arbeitsgruppe der SOK hat an ihrer Sitzung vom 7. November 2014 das Gründungsmitglied Urs Breitenstein einstimmig zum neuen Kopräsidenten und Nachfolger des verstorbenen Peter Zbinden gewählt.

Urs Breitenstein wurde 1942 im aargauischen Freiamt geboren und besuchte die Klosterschule in Einsiedeln und die Kantonsschule in Aarau. Er promovierte nach dem Studium in Basel und Tübingen in griechischer Philologie mit Latein und vergleichender Sprachwissenschaft an der Universität Basel. Er arbeitete danach bis Ende 2007 im Verlag Schwabe Basel, zunächst als wissenschaftlicher Lektor, dann als Verlagsleiter, ab 1996 als Verleger.

Ende 2006 wurde ihm von der Universität Bern der Doktortitel ehrenhalber für die verlegerische Förderung der Geisteswissenschaften und den Einsatz um eine Buch- und Lesekultur im In- und Ausland verliehen.

Urs war neben vielen weiteren kulturellen Engagements Präsident des Schweizerischen Buchhändler- und Verleger-Verbandes. Heute ist er Präsident der nach dem Stifter der Universität Basel, Aeneas Silvius Piccolomini, benannten, auf die 500-Jahr-Feier der Universität Basel von 1960 zurückgehenden Aeneas-Silvius-Stiftung.

Die SOK ist glücklich, mit Urs Breitenstein auf einen herausragenden Förderer des Buches und des Lesens als Kopräsidenten zählen zu können.

Filippo Leutenegger, Kopräsident

Kopräsident Peter Zbinden gestorben

Peter Zbinden31. März 2014

Wir haben die schmerzliche Aufgabe, Sie über den Hinschied unseres Kopräsidenten Peter Zbinden zu informieren.
Er ist am 31. März 2014 friedlich eingeschlafen.

Bis auf weiteres wird die SOK von Kopräsident Filippo Leutenegger allein geführt.

Zum Hinschied von Jürg Amann

10. Mai 2013

Jürg Amann, in Winterthur geboren am 70. Geburtstag von Hermann Hesse, am 2. Juli 1947, verstorben nach schwerer Krankheit am 5. Mai 2013, dem Tag von St. Gotthard, in Zürich, war ein für seine Generation und für seine Zeit repräsentativer Schweizer Schriftsteller.

Während die 35. Solothurner Literaturtage dem Thema „Anfänge“ gewidmet waren, ging in Zürich auf offensichtlich wenig erhabene Weise das Leben eines Poeten zu Ende, dessen Vater nebst der Ausübung des Buchdruckergewerbes selbst schon gedichtet hatte: Jürg Amann. Dem Autor, einstigem Bachmann-Preisträger von Klagenfurt (1982 für „Rondo“), war es vor einigen Jahren beschieden, auch dank seiner bevorzugten Stellung im Alphabet, als erster eine Erklärung der Schweizer Schriftsteller gegen die Entstellung ihrer Texte bei Neuauflagen gemäss der ungeliebten Orthographiereform zu unterzeichnen. Im Zürcher Zunfthaus zur Waage stellte der Autor im Schosse der sprachbewussten „Schweizer Orthographischen Konferenz“ seinen Sinn für sprachliche Differenzierungen unter Beweis. Unter kollegialen Gesichtspunkten war die Begegnung mit ihm nicht minder berührend. Die Gesichtszüge des etwa Sechzigjährigen wirkten fein, beinahe jungenhaft. Sie waren noch nicht durch Anzeichen einer Krankheit entstellt. Die Bezeichnung „Poet“ war seinem Erscheinungsbild am angemessensten. Dabei hat er nur in bescheidenem Umfang Gedichte veröffentlicht, etwa „Über die Liebe wäre wieder zu sprechen“ (1994).

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